Regenerative Landwirtschaft

Die wahrscheinlich wichtigsten Rohstoffe des kleinsten Landes Afrikas sind fruchtbarer Boden – insbesondere entlang des Gambia – sowie ausreichend landwirtschaftlich nutzbare Flächen, bei vergleichsweise (noch) moderat-subtropischem Klima.

Nördlich des Gambia, in Richtung Südgrenze der Sahelzone im Senegal, entwickelt sich das Land als Folge des Klimawandels mit beschleunigender Tendenz zur Trockensavanne. Südlich des Gambia, in Richtung der senegalesischen Casamanche herrscht noch subtropische Savanne vor. Beide Regionen leiden unter quasi unkontrollierter Holzwirtschaft, gerade auch wegen der weitgehend offenen Landesgrenzen, was zu einem sich beschleunigenden Verlust von Biodiversität und natürlicher Klimaresilienz führt. Die Auswirkungen auf die Landwirtschaft und Versorgungssicherheit der Bevölkerung sind absehbar gravierend.

Wir verstehen es als eine unserer dringendsten Aufgaben, dieser dokumentierten Tendenz durch integrative, regenerative Landwirtschaft entgegen zu wirken. Es ist der engagierte Versuch, die sensible Balance zwischen natürlichem Lebensraum und menschlicher Landnutzung neu zu justieren und den Erhalt des Ökosystems zu fördern. Uns ist nur zu bewusst, welch bescheidene Rolle wir dabei mit unserem Werk einnehmen können. Gleichzeitig erkennen wir Chancen und gute Möglichkeiten, durch Beispiele gelebter Kooperation und Multiplikation, stabilisierend auf den übergeordneten Prozess einzuwirken.

Der eigentliche Kraftakt besteht zunächst darin, ein entsprechendes Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Prozessen und Gesetzmässigkeiten des vorhandenen Naturraumes sowie der Notwendigkeit auf ausreichende Versorgung mit (gesunden) Nahrungsmitteln unter der lokal / regionalen Bevölkerung auf- und auszubauen. Es gilt in erster Linie die Menschen zu gewinnen, Vertrauen aufzubauen, um gemeinsam mit ihnen neue Anbaumethoden zu implementieren. Das wird nur mit langfristig begleitender Unterstützung möglich sein.

Dabei folgen wir dem Grundsatz, dass wir selbst nicht Eigentümer wesentlicher Agrar- und naturbelassenen Ausgleichsflächen sein werden sondern nur solche pachten, die als Anbauflächen für Schulung, wissenschaftliche Studien und zur Initiierung von landwirtschaftlicher Zusammenarbeit entlang kompletter Wertschöpfungsketten genutzt werden.

DIESE SEITE IN ENGLISH